Crusader Kings 2: Ansprüche

Da dieses Jahr ja Crusader Kings 3 erscheint, habe ich mir gedacht, dass ich nochmal auf ein paar Mechaniken aus CK2 eingehe, welche so oder so ähnlich sicherlich übernommen werden.
Ein wichtiges Element in Crusader Kings 2 sind Ansprüche, die ein Charakter erhalten oder manuell erzeugen kann.

Man unterscheidet dabei zwischen starken und schwachen Ansprüchen.
Grundsätzlich unterscheiden sich die beiden Arten nur darin, wer und wie man sie erhält und darin wann man sie mit einem Krieg erzwingen kann.

Starke Ansprüchen

Starke Ansprüche auf einen Titel kann man jederzeit durch einen Krieg erzwingen, sofern es vom Rat oder dem Regenten bewilligt wurde.
Das zweite bis sechste Kind eines Herrschers erhält, nach dessen Tod, einen starken Anspruch auf die Titel des Vaters oder der Mutter.
Wichtig ist noch, dass beim Gesetz Erbteilung der Haupterbe keine Ansprüche auf die Titel bekommt, welche unter seinen Geschwistern aufgeteilt wurden.
Man kann starke Ansprüche aber auch durch andere Wege erhalten. Beispielsweise generiert ein Kanzler mit der Aufgabe „Ansprüche fingieren“ immer einen starken Anspruch, der nicht vererbbar ist. Wenn man über eine Intrige einen Anspruch erpressen will erhält man einen vererbbaren starken Anspruch. Sonst erhält man, falls man in einem Krieg Titel verliert, auch einen starken Anspruch auf diese.

König Hugues hat einen starken Anspruch auf die Grafschaft Provence. Diese kann vererbt werden.
König Hugues hat einen starken Anspruch auf die Grafschaft Provence. Diese kann vererbt werden.
König Hugues Sohn Graf Boso hat nach dem Tod des Königs einen starken Anspruch auf das Königreich Italien und einen schwachen auf die Grafschaft Provence geerbt.
König Hugues Sohn Graf Boso hat nach dem Tod des Königs einen starken Anspruch auf das Königreich Italien und einen schwachen auf die Grafschaft Provence geerbt.

Schwache Ansprüche

Jedes Kind ab dem siebten eines Herrschers erhält einen schwachen Anspruch auf die Titel des Vater und der Mutter nach deren Tod. Frauen erhalten immer einen schwachen Anspruch.
Das besondere an schwachen Ansprüchen ist, dass sie nur unter bestimmten Voraussetzungen durchgesetzt werden können. So muss der Titelbesitzer entweder eine Frau sein oder zurzeit einen Regenten haben (z.B. Wenn er im Versteck ist oder auf Pilgerfahrt) oder derjenige, der den Anspruch erzwingen will ist der zweite oder dritte in der Erbfolge.
Schwache Ansprüche erhalten alle Kinder, wenn man in einer Wahlmonarchie einen Titel verliert.
Ebenso bekommt der Erbe eines Charakters mit einem vererbbaren starken Anspruch einen nicht vererbbaren schwachen Anspruch.

Graf Bosos Schwester erhielt ebenfalls den schwachen Anspruch auf die Grafschaft Provence aber nur einen schwachen auf das Königreich Italien.
Graf Bosos Schwester erhielt ebenfalls den schwachen Anspruch auf die Grafschaft Provence aber nur einen schwachen auf das Königreich Italien.

Man kann Kriege nicht nur für einen Anspruch führen, sondern für alle Ansprüche gleichzeitig, wenn die beanspruchten Titel alle dem selben Herrscher oder seinen Vasallen gehören.

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